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Case Study 3

Oracle-Standby-Datenbank unter Linux zurück


Eine große Kommune möchte wertvollen Datenbestand mit einer Standby-Datenbank gegen Datenverlust schützen und zusätzlich hohe Verfügbarkeit gewährleisten. Im Falle eines Crashs soll ohne Aufwand auf die Standby-Datenbank umgeschaltet werden können.

Projektauftrag

Die von Oracle vorgegebene Funktionalität für eine Standby-DB kann nicht verwendet werden, da diese nur in der Enterprise-Edition des Oracle-Servers zur Verfügung steht.

  • Die Funktionalität einer Standby-Datenbank ist für Oracle Standard-Edition nachzubilden.
  • Ein schneller Rollenwechsel ist zu implementieren. Nach dem Umschalten der Standby-DB zur Produktiv-DB muss die vorherige Produktiv-DB die Standby-Funktion übernehmen.
  • Ein Backup- und Recovery-Konzept für Produktiv- und Standby-Server ist zu entwerfen und umzusetzen.

Vorgehen

Zunächst werden die erforderlichen Features festgelegt und ein Grobkonzept für die Umsetzung wird erstellt. Die Implementierung erfolgt mit Unix-Scripts.

Die Standby-Funktionalität wird durch Übertragen der Log-Files der Produktiv-DB auf die Standby-DB erreicht. Die Standby-DB fährt laufend ein Recovery, wodurch die Aktualität der Daten sichergestellt wird.

Die Software gewährleistet, dass bei fehlgeschlagener Übertragung der Log-Files der Vorgang wiederholt wird. Es wird laufend Protokoll über die Übertragungs- und Recovery-Vorgänge geführt.

Crash-Tests mit mehrfachem Umschalten zwischen Produktiv- und Standby-DB wurden durchgeführt.

Der Backup erfolgt auf beiden Servern auf Band. Zusätzlich wird die Datenbank täglich auf das Filesystem des jeweils anderen Servers exportiert.

Diese Maßnahmen garantieren Hochverfügbarkeit und schließen Datenverlust aus.

Technische Umgebung

  • Oracle Standard Edition
  • Linux SuSE mit Bourne-Shell

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